Idee des 8er-Rats wird bald in die Tat umgesetzt – Artikel in der Badischen Zeitung

Gelungene Zusammenarbeit einer 8er-Rats Initiative mit dem Mountainbike Freiburg e.V. und der Stadtverwaltung

Oberhalb der Jugendherberge entsteht Freiburgs vierte Mountainbike-Strecke

Die Idee stammt aus einem Jugendbeteiligungsprozess – nun wird sie umgesetzt: Oberhalb der Jugendherberge sollen zwei Übungsstrecken für Mountainbiker entstehen. Gebaut werden die Parcours ebenfalls von Jugendlichen.

Die Jugendabteilung des Mountainbikevereins übernimmt die Arbeiten, der Verein ist später auch für Sicherung und Pflege der Strecken verantwortlich. Über das Projekt hat die Stadtverwaltung den gemeinderätlichen Umweltausschuss informiert – und der war voll des Lobes.

Nutzen dürfen die Strecken auch Erwachsene. Geplant sind zwei wenige hundert Meter lange Parcours, die links und rechts einer vorhandenen Rückegasse liegen, auf der Holz abtransportiert wird. Dadurch will das Forstamt den Eingriff in die Natur so gering wie möglich halten. Auch künstliche Hindernisse wird es nicht geben. Die Jugendlichen würden lediglich Kurven oder Schanzen aus dem im Wald vorhandenen Material modellieren, erklärte Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß.

Da die Parcours dennoch einen Eingriff in die Landschaft bedeuten, muss es einen ökologischen Ausgleich geben. Dazu sollen ein angrenzender Bach, ein naher Weiher und der Waldrand aufgewertet werden – näheres wird die Untere Naturschutzbehörde noch bestimmen. Auch diese Arbeiten sollen die Jugendlichen übernehmen.

Aufgekommen ist die Idee für die Mountainbikestrecken bereits vor drei Jahren. Die Jugendlichen von damals sind also inzwischen fast erwachsen. Die Initiative stammt aus dem „8er Rat“. Dieses Projekt des städtischen Jugendbüros soll Schüler der achten Klassenstufe dazu ermutigen, ihre Wünsche an die Kommunalpolitik zu formulieren und ein Gespür für politische Abläufe in Freiburg zu entwickeln. Dass dies in diesem Fall so gut geklappt habe, freute die Stadträte im Umweltausschuss. „Das motiviert die Jugendlichen hoffentlich zu weiteren Initiativen“, meinte auch Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik (Grüne). Ein großes Lob gab es von den Fraktionen auch fürs Forstamt. Denn die Jugendlichen hatten sich eigentlich eine Trainingsfläche gewünscht. Doch dazu hätte ein Waldstück gerodet werden müssen, zudem wäre für eine solche „Sportstätte“ ein Bebauungsplan nötig gewesen. Deshalb erarbeitete das Forstamt gemeinsam mit dem Mountainbikeverein den Kompromiss mit den beiden Übungsstrecken. Der Verein hat inzwischen anstelle der Jugendlichen des 8er-Rates die Verantwortung für das Projekt übernommen.
Mit dem Verein hat die Stadtverwaltung schon mehrfach zusammengearbeitet, in den vergangenen Jahren sind dadurch drei legale Mountainbike-Strecken im Stadtwald entstanden. Durch die Kooperation hatte sich das Rathaus erhofft, dass sich die Mountainbiker auf offizielle Wegen konzentrieren. Das sollte Konflikte zwischen Wanderern und Bikern vermindern. Das scheint aufzugehen. Sie bekomme nur noch „ganz selten Protestschreiben“ wegen Mountainbikern, berichtete Stuchlik.

Die Stadtverwaltung habe mit dem Mountainbikeverein einen Partner gefunden, sagte Schmalfuß, der „die Spielregeln auch in die Szene kommuniziert“. Die Biker seien inzwischen seltener auf illegalen Strecken und querfeldein unterwegs. Um die Mountainbiker noch mehr für die ökologischen Belange des Waldes zu sensibilisieren, plant das Forstamt zudem den Besuch von Trainingsgruppen des Vereins.

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