Herr Ministerpräsident, was halten Sie vom 8er-Rat?

Und wie ist es eigentlich prominent zu sein? Wann hat man schonmal die Gelegenheit einem Landespolitiker solche Fragen zu stellen! Am Freitag vor zwei Wochen war das möglich. 15 ehemalige 8er-Räte und zwei Mitarbeiterinnen des Jugendbüros waren im Freiburger Ratssaal zu Gast. Warum das Ganze so spannend war und warum alle unglaublich aufgeregt waren lag nicht nur an dem besonderen Ort sondern vor allem an den anderen Anwesenden im Ratssaal. Ministerpräsident Kretschamen und die Freiburger BürgermeisterInnen waren nur ein Teil des Publikums. Neben ihnen saßen noch diverse GemeinderätInnen, Ortsvorsteher, RathausmitarbeiterInnen und die Presse im Saal. Die SchülerInnen der Hebelschule, der Wentzinger Realschule und des Kepler Gymnasiums wurden ehrenvoll mit Gebäck, Getränken und Namensschildern empfangen und hatten die Aufgabe ihre 8er-Rats Projekte des letzten Jahres vorzustellen.  Aber warum die ganze Aufregung? Ministerpräsident Kretschmann war zu Besuch in Freiburg. Er schaute sich verschiedene Projekte der Stadtverwaltung an wie zum Beispiel neue Bauprojekte und Schulen. Vor dem Besuch äußerte er den Wunsch auch mit einer Jugendvertretung zu sprechen. Da kam der 8er-Rat ins Spiel. Frau Bürgermeisterin Stuchlik schlug vor, dass ehemalige 8er-Räte zu diesem kommunalpolitischen Gespräch eingeladen werden könnten und gemeinsam mit dem Jugendbüro das Projekt 8er-Rat präsentieren sollen. Das haben wir gemacht und uns natürlich nicht die Chance entgehen lassen, dass die SchülerInnen dem Ministerpräsidenten Fragen stellen. Der 8er-Rat hatte auf jeden Fall die volle Aufmerksamkeit und Anerkennung von allen Seiten und wir freuen uns, dass sie Projektpräsentation so gut angekommen ist.

Wir bedanken uns bei den Schulleitungen für die gemeinsame Organisation und die Unterstützung vor Ort. Der größte Danke geht aber an die teilnehmenden SchülerInnen – ihr habt da wirklich eine großartige Leistung hingelegt – und das Ganze nach nur einer Stunde gemeinsamer Vorbereitung, ewigem Warten und auch noch am Freitag Nachmittag – Hut ab!

Hier gibt’s den passenden Artikel in der Badischen Zeitung.

 

8er-Rats Treffen am 10. November 2017

Letzten Freitag habe wir uns alle wieder im großen Saal im Haus der Jugend versammelt. Trotz der großen Gruppe von fast 80 Schülerinnen und Schülern kam eine gute Arbeitsatmosphäre auf und ihr habt euch mit den Stärken und Schwächen Freiburgs befasst. In Kleingruppen wurde gesammelt und diskutiert. Gegen Ende des Vormittags kamen erste Ideen zu Themenbereichen an den Stellwänden zusammen. Die Vielfalt und Vielzahl der Iden hat uns beeindruckt und wir sind sehr gespannt, welche Themen euch letztendlich am meisten unter den Nägeln brennen und zu welchen Projekten es Arbeitsgruppen geben wird. Auf den Weg zu den konkreten Themen und Projektgruppen machen wir uns im Dezember dann gemeinsam.

In einer so großen Gruppe gemeinsam etwas zu erarbeiten ist eine Herausforderung und für viele wahrscheinlich eine ganz neue Erfahrung. Am Freitag haben wir zu Beginn ein paar wichtige Grundlagen besprochen, wie das gelingen kann.  Wir finden, das klappt alles schon echt gut! Vielen Dank euch für das Verständnis, eure Pünktlichkeit, das gemeinsame Aufräumen und das gute Miteinander. Für diejenigen die gerade abgelenkt waren haben wir hier die Regeln nochmal kurz aufgelistet:

  • Alle bleiben währen der Arbeitsphase/Konferenz im Saal.
    Wir fangen pünktlich zusammen an und hören dafür auch pünktlich auf.
  • Es gibt immer eine Pause und wir stellen Essen und Getränke bereit.
    Pfand: leere Flaschen in die Tüten, bitte nur Flaschen aufmachen, wenn es keine angefangenen mehr gibt. In den Pausen kann das Café, der Flur und der Saal benutzt werden. Ihr könnt gerne Musik über die Anlage abspielen, bitte sprecht das dann kurz mit uns ab und lasst euch die Anlage erklären.
  • Wir sind nicht die Schule, es gibt kein Handyverbot und wir sammeln keine Handys ein. Aber wir wünsche uns eine produktive Arbeitsatmosphäre, in der keine Handys benutzt werden. Dafür gibt es Zeit in der Pause.
  • Wir wollen im Haus der Jugend keine Beleidigungen ö.Ä. und fordern einen respektvollen Umgang miteinander (dies gilt auch für Musiktexte)
  • Wir wünschen uns einen umsichtigen Umgang mit unseren Materialien z.B. Eddings, Musikanlage und den Räumen.
  • Am Ende jeden Treffens räumen wir gemeinsam auf und hinterlassen den Saal in einem ordentlichen Zustand. Stühle in 12er Stapeln, Müll in die Mülleimer usw. Jedesmal freuen wir uns über drei Freiwillige die in der Küche beim Spülen helfen.
  • Wir veröffentlichen nach jedem Treffen ein paar Gruppenfotos auf dem Blog, Ihr könnt aber immer jederzeit eine Mail an uns schicken oder kurz anrufen, wenn euch ein Bild nicht gefällt. Dann löschen wir es vom Blog.

8er-Rats Klasse nimmt an Fotowettbewerb teil

Die Klasse 8c der Wentzinger Realschule bewirbt sich bei einem Fotowettbewerb! Helft den Schülerinnen und Schülern beim Gewinnen einer Klassenreise nach Malta!!

Bitte voted mit dem Link: http://a.pgtb.me/6tPq69
(ihr müsst auf Seite 3 und dann das Bild der Wentzinger Realschule 8c auswählen)

Ich habe gerade selbst an der Abstimmung teilgenommen und festgestellt, dass man ziemlich viele persönliche Daten angeben muss. Deshalb meine Bitte, wenn ihr abstimmen wollt, dann nehmt euch einen Erwachsenen zur Seite, der euch unterstützt und entscheidet wie ihr eure Daten angebt.

Nächstes Treffen 8er-Rat diesen Freitag

Liebe Schülerinnen und Schüler, unser nächstes Treffen findet diesen Freitag (10.11.17) von 11.30-13.00 Uhr im Haus der Jugend im großen Saal statt. Wir sind schon fleißig am Vorbereiten und freuen uns euch wieder zu sehen.  Wir wollen uns gemeinsam auf den Weg machen, eure Themen für das 8er-Rats Jahr zu erkunden und es bleibt auch wieder genug Zeit sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen. Bis Freitag, viele Grüße vom Jugendbüro-Team

Langer Atem hat sich gelohnt – weitere Erfolge der 8er-Rats Projekte zeichnen sich ab

Es gibt Neuigkeiten!

Zum Ende der Schuljahre 2016 und 2017 haben die Schülerinnen und Schüler des 8er-Rats ihre Projektergebnisse an GemeinderäteInnen übergeben. Diese sicherten zu,  sich weiter für die Ideen einzusetzen und konkrete Umsetzungen in die Wege zu leiten. Wie man sieht nehmen die Leute in der Politik und Verwaltung die Themen des 8er-Rats ernst und es zeigt sich jetzt, was umgesetzt wird.

Hier ein kurzes Update zu den Themen Mountainbike Übungsgelände, Bolzplatz Sanierung und Fußgänger im Straßenverkehr.


Mountainbike-Übungsstrecke kommt!

Die vom 8er-Rat des Jahrgangs 2015/16 angeregte Idee, ein Übungsgelände für das sichere Fahren mit Mountainbikes einzurichten, wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr umgesetzt. Nach einer Testfahrt mit Gemeinderäten und Leuten vom Mountainbike Freiburg Verein auf dem Canadian Trail, hatte 8er-Rätin Viviane die Anregung im Sportausschuss des Gemeinderats vorstellen dürfen. Der Ausschuss hatte daraufhin das Forstamt mit der Suche nach einem geeigneten Gelände beauftragt. Im Forstrevier Roßkopf wurde man fündig: Hinter der Jugendherberge gibt es ein Waldstück, in dem sich eine Übungsstrecke mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen einrichten lässt. Der Mountainbike Freiburg Verein wird sich um den Bau der Strecke kümmern und die Verantwortung über den Betrieb übernehmen. Wenn Sport- und Umweltausschuss des Gemeinderats zustimmen, könnte im Frühjahr mit dem Bau der Strecke begonnen werden. Zum Ausgleich für die Nutzung des Waldstücks soll ein Feuchtbiotop in der Nähe der Trainingsstrecke gepflegt werden – eine Aktion, an der sich bei dem schönen Erfolg für den 8er-Rat sicher viele Jugendliche gerne beteiligen werden.


Bolzplatz an der Krozinger Straße wird ausgebessert

Im Sommer 2017 hatte eine Gruppe des 8er-Rats den Bolzplatz an der Krozinger Straße getestet, bewertet und vorgeschlagen, den Platz zu einem Kunstrasenplatz umzubauen. Die Freiburger Stadtbau (FSB) ist Besitzerin des Platzes und erhielt eine entsprechende Anfrage des 8er-Rats, die von Gemeinderat Herrn Rückauer unterstützt wurde. In einer ausführlichen Antwort erklärte die FSB, dass sie einen Kunstrasenplatz wegen der zu hohen Kosten nicht anlegen kann. Sie begründete dies unter anderem damit, dass sie dieses Geld dringend in den Neubau von Wohnungen investieren muss. Die FSB machte dem 8er-Rat aber die Zusage, den Platz an der Krozinger Straße umgehend zu warten, den Belag auszubessern und ihn somit wieder gut bespielbar zu machen. Der Einsatz des 8er-Rats für die bessere Nutzung des Platzes hat sich also gelohnt!

Fußgänger im Straßenverkehr
Gemeinderat Herr Rückauer hat nach der Abschlusskonferenz das Anliegen von Pia in einer Anfrage an das Garten- und Tiefbauamt geleitet und die Problematik der Fußgängerampeln geschildert, mit der Bitte um eine Antwort und Erklärung. Experten der Verkehrsplanung haben im daraufhin eine Ausführliche Erklärung zur Situation übermittelt.
Beide Briefe mit den Informationen wurde an die ehemalige 8er-Rätin weitergeleitet. Hier kann die Antwort des Garten- und Tiefbauamtes heruntergeladen und gelesen werden.

Ratssaal Freiburg: 8er-Rat startet in ein neues Jahr

Liebe Schülerinnen und Schüler, wir fanden den letzten Freitag mit euch toll! Den Ratssaal als Location habt ihr als 8er-Rat bis auf den letzten Platz ausgefüllt und bei der Stadtrallye wart ihr motiviert dabei. Bei den Aufgaben habt ihr gezeigt, dass ihr Ideen habt und kreative Lösungen findet. Wir freuen uns auf das Jahr mit euch und sehen uns alle am 10. November wieder hier bei uns im großen Saal. Wenn ihr Fragen habt könnt ihr euch gerne an uns wenden.

Bis dahin, Grüße vom Jugendbüro Team
Ronja, Nina, Jürgen und Tine

Hallo neue 8er-Räte!

Vielleicht habt ihr von euren Lehrerinnen oder Lehrern schon erfahren, dass eure Klasse dieses Jahr beim 8er-Rat mitmacht. In diesem Schuljahr besteht der 8er-Rat aus drei achten Klassen der Wentzinger Realschule, des Droste Hülshoff Gymnasium und der Weiherhof Realschule. Noch im September werden wir euch Schülerinnen und Schüler im Unterricht besuchen und ihr werdet sehen was es mit dem 8er-Rat auf sich hat und welche Chancen das Projekt euch bietet. Im Oktober werdet ihr dann auch die anderen Klassen kennenlernen und wir starten gemeinsam mit euch ca.70 SchülerInnen in ein neues Jahr 8er-Rat. Wir vom Jugendbüro Team – das sind Ronja, Jürgen, Nina und Tine- freuen uns auf jedenfall darauf!

8er-Rat und dann?

Schuljahr vorbei und du trauerst dem 8er-Rat nach? Wir freuen uns, wenn wir bei euch das Interesse für Jugendbeteiligung, Mitmachen, aktiv sein geweckt haben!

Wenn du mitreden und was ändern willst, stehen dir dazu viele Wege offen: Initiativen, SMV, Verbände, Vereine, Parteien und andere.
Solche Organisationen suchen immer wieder junge Leute, die Schwung in die Bude bringen und die Verhältnisse in Freiburg zum Tanzen bringen wollen.
Und Jugendbeteiligung braucht dich!

Darum gibt es den Wegweiser Jugendbeteiligung

Zeitungsartikel über die Abschlusskonferenz in der Badischen Zeitung

Schüler des 8er-Rats stellen Wunschprojekte für Kommunalpolitik vor

Schülerinnen und Schüler des 8er-Rats stellen ihre Wunschprojekte für die Kommunalpolitik vor. Badische Zeitung vom 8.Juli 2017

  1. 68 Jugendliche aus dem 8er-Rat stellten die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Hier eine Mädchengruppe im Gespräch mit Bürgermeisterin Gerda Stuchlik (links). Foto: Thomas Kunz

Dies war ihr Tag. Ein Dreivierteljahr lang hatten sie auf ihn hingearbeitet. Sie hatten diskutiert, Pläne geschmiedet und wieder verworfen, Experten konsultiert, Stadträte mit Fragen und Vorschlägen bombardiert. Am Freitag nun stellten die 68 Schülerinnen und Schüler des sogenannten 8er-Rats ihre Projekte auf einer großen Abschlusskonferenz vor. Die Gäste aus Politik und Stadtverwaltung waren beeindruckt – und versprachen, dem Wirken der Schüler Taten folgen zu lassen.

Der 8er-Rat soll Jugendliche der achten Klassenstufe dazu ermutigen, ihre Ideen und Wünsche in die Kommunalpolitik einzubringen und ein Gespür für politische Abläufe in Freiburg zu entwickeln. Das 2015 vom Jugendbüro ins Leben gerufene Projekt soll gezielt junge Menschen ansprechen, die von anderen Einrichtungen – wie etwa der Jugendgemeinderat – nicht erreicht werden. Mit an Bord sind Achtklässlerinnnen und Achtklässler aus drei Schulen: Hebel-Werkrealschule, Wentzinger-Realschule und Kepler-Gymnasium.

Alle sechs bis acht Wochen haben sich die Jugendlichen seit Beginn des Schuljahrs im Haus der Jugend getroffen und an ihren Ideen getüftelt. Herausgekommen ist ein Potpourri von Projekten, die sie auf der Abschlusskonferenz den zahlreich erschienenen Gemeinderäten und Mitarbeitern der Stadtverwaltung vorstellten.

Zum Beispiel wären da fußballbegeisterte Jungs wie Florian Wehrle, die sich im 8er-Rat dafür einsetzten, dass öffentliche Bolzplätze mit Hartbelag zu Kunstrasenplätzen aufgewertet werden sollen. Der Achtklässler der Hebelschule hat mit seinen Mitstreitern stichfeste Argumente für die Umrüstung ausgearbeitet: Schließlich sei das Verletzungsrisiko auf einem Hartplatz deutlich höher als auf einem Kunstrasen. Zudem seien Kunstrasenplätze auch bei Regen besser bespielbar. Für ihr Anliegen trafen sich die Schüler mit Vertretern des Garten- und Tiefbauamtes und erstellten ein Merkblatt mit Daten des Bolzplatzes an der Krozinger Straße. Er habe viel durch den 8er-Rat gelernt, erzählte Florian Wehrle: „Wenn man etwas will, muss man dafür kämpfen.“

„Wenn man etwas will,

muss man dafür kämpfen.“

Florian Wehrle, 8er-Ratsmitglied

An anderer Stelle präsentierten Linda Hoti und Katrina Alnorie von der Wentzinger-Realschule ihre Ergebnisse. Weil sie sich im Dunkeln auf der Straße nicht sicher fühlten, organisierten sie einen Selbstverteidigungskurs für Mädchen an ihrer Schule. Der Kurs wird noch vor den Sommerferien unter professioneller Anleitung stattfinden – ganze drei Tage lang. Die Schülerinnen waren sichtlich stolz: „Mit dem 8er-Rat können wir etwas Großes verändern. Ohne das Projekt hätten wir das nie geschafft“, sagte Katrina Alnorie.

Bessere Ampelschaltungen für Straßenbahnen, Aufklärungsprojekte gegen Rassismus, Karaoke-Räume für Jugendliche oder eine modernere technische Ausrüstung der Schulen. Mit ihren vielfältigen Wünschen und Vorschlägen zeigten die Schülerinnen und Schüler, dass sie von der Politik gehört werden wollen. Und dass sie mitgestalten, verändern, verbessern, diskutieren können.

Diese Tatkraft beeindruckte auch die anwesenden Stadträte. Klaus-Dieter Rückauer hält es für gut möglich, dass einige Projekte der Schülerinnen und Schüler bald konkret umgesetzt werden. Ideen von Kindern und Jugendlichen sollten bei der Stadtverwaltung nicht weniger ernst genommen werden als solche von Erwachsenen, sagte er. „Die Kinder sollen merken, dass sie etwas bewegen können.“ Die größte Errungenschaft des 8er-Rats sei es, dass er ein politisches Bewusstsein unter den Schülerinnen und Schülern geschaffen habe.

Doch große Worte waren den Jugendlichen nicht genug. Um zu verhindern, dass ihre Vorschläge nach der Konferenz im Sande verlaufen könnten, übergaben sie den Gemeinderäten in einem symbolischen Akt ihre niedergeschrieben Konzepte. Darüber hinaus legten sie den politischen Entscheidungsträgern nahe, ihre Unterschrift unter die Projektziele zu setzen. Die ließen sich nicht lange bitten und versprachen, die Vorschläge – sofern sie denn realisierbar seien – so bald wie möglich umzusetzen.