8er-Rat und dann?

Schuljahr vorbei und du trauerst dem 8er-Rat nach? Wir freuen uns, wenn wir bei euch das Interesse für Jugendbeteiligung, Mitmachen, aktiv sein geweckt haben!

Wenn du mitreden und was ändern willst, stehen dir dazu viele Wege offen: Initiativen, SMV, Verbände, Vereine, Parteien und andere.
Solche Organisationen suchen immer wieder junge Leute, die Schwung in die Bude bringen und die Verhältnisse in Freiburg zum Tanzen bringen wollen.
Und Jugendbeteiligung braucht dich!

Darum gibt es den Wegweiser Jugendbeteiligung

Zeitungsartikel über die Abschlusskonferenz in der Badischen Zeitung

Schüler des 8er-Rats stellen Wunschprojekte für Kommunalpolitik vor

Schülerinnen und Schüler des 8er-Rats stellen ihre Wunschprojekte für die Kommunalpolitik vor. Badische Zeitung vom 8.Juli 2017

  1. 68 Jugendliche aus dem 8er-Rat stellten die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Hier eine Mädchengruppe im Gespräch mit Bürgermeisterin Gerda Stuchlik (links). Foto: Thomas Kunz

Dies war ihr Tag. Ein Dreivierteljahr lang hatten sie auf ihn hingearbeitet. Sie hatten diskutiert, Pläne geschmiedet und wieder verworfen, Experten konsultiert, Stadträte mit Fragen und Vorschlägen bombardiert. Am Freitag nun stellten die 68 Schülerinnen und Schüler des sogenannten 8er-Rats ihre Projekte auf einer großen Abschlusskonferenz vor. Die Gäste aus Politik und Stadtverwaltung waren beeindruckt – und versprachen, dem Wirken der Schüler Taten folgen zu lassen.

Der 8er-Rat soll Jugendliche der achten Klassenstufe dazu ermutigen, ihre Ideen und Wünsche in die Kommunalpolitik einzubringen und ein Gespür für politische Abläufe in Freiburg zu entwickeln. Das 2015 vom Jugendbüro ins Leben gerufene Projekt soll gezielt junge Menschen ansprechen, die von anderen Einrichtungen – wie etwa der Jugendgemeinderat – nicht erreicht werden. Mit an Bord sind Achtklässlerinnnen und Achtklässler aus drei Schulen: Hebel-Werkrealschule, Wentzinger-Realschule und Kepler-Gymnasium.

Alle sechs bis acht Wochen haben sich die Jugendlichen seit Beginn des Schuljahrs im Haus der Jugend getroffen und an ihren Ideen getüftelt. Herausgekommen ist ein Potpourri von Projekten, die sie auf der Abschlusskonferenz den zahlreich erschienenen Gemeinderäten und Mitarbeitern der Stadtverwaltung vorstellten.

Zum Beispiel wären da fußballbegeisterte Jungs wie Florian Wehrle, die sich im 8er-Rat dafür einsetzten, dass öffentliche Bolzplätze mit Hartbelag zu Kunstrasenplätzen aufgewertet werden sollen. Der Achtklässler der Hebelschule hat mit seinen Mitstreitern stichfeste Argumente für die Umrüstung ausgearbeitet: Schließlich sei das Verletzungsrisiko auf einem Hartplatz deutlich höher als auf einem Kunstrasen. Zudem seien Kunstrasenplätze auch bei Regen besser bespielbar. Für ihr Anliegen trafen sich die Schüler mit Vertretern des Garten- und Tiefbauamtes und erstellten ein Merkblatt mit Daten des Bolzplatzes an der Krozinger Straße. Er habe viel durch den 8er-Rat gelernt, erzählte Florian Wehrle: „Wenn man etwas will, muss man dafür kämpfen.“

„Wenn man etwas will,

muss man dafür kämpfen.“

Florian Wehrle, 8er-Ratsmitglied

An anderer Stelle präsentierten Linda Hoti und Katrina Alnorie von der Wentzinger-Realschule ihre Ergebnisse. Weil sie sich im Dunkeln auf der Straße nicht sicher fühlten, organisierten sie einen Selbstverteidigungskurs für Mädchen an ihrer Schule. Der Kurs wird noch vor den Sommerferien unter professioneller Anleitung stattfinden – ganze drei Tage lang. Die Schülerinnen waren sichtlich stolz: „Mit dem 8er-Rat können wir etwas Großes verändern. Ohne das Projekt hätten wir das nie geschafft“, sagte Katrina Alnorie.

Bessere Ampelschaltungen für Straßenbahnen, Aufklärungsprojekte gegen Rassismus, Karaoke-Räume für Jugendliche oder eine modernere technische Ausrüstung der Schulen. Mit ihren vielfältigen Wünschen und Vorschlägen zeigten die Schülerinnen und Schüler, dass sie von der Politik gehört werden wollen. Und dass sie mitgestalten, verändern, verbessern, diskutieren können.

Diese Tatkraft beeindruckte auch die anwesenden Stadträte. Klaus-Dieter Rückauer hält es für gut möglich, dass einige Projekte der Schülerinnen und Schüler bald konkret umgesetzt werden. Ideen von Kindern und Jugendlichen sollten bei der Stadtverwaltung nicht weniger ernst genommen werden als solche von Erwachsenen, sagte er. „Die Kinder sollen merken, dass sie etwas bewegen können.“ Die größte Errungenschaft des 8er-Rats sei es, dass er ein politisches Bewusstsein unter den Schülerinnen und Schülern geschaffen habe.

Doch große Worte waren den Jugendlichen nicht genug. Um zu verhindern, dass ihre Vorschläge nach der Konferenz im Sande verlaufen könnten, übergaben sie den Gemeinderäten in einem symbolischen Akt ihre niedergeschrieben Konzepte. Darüber hinaus legten sie den politischen Entscheidungsträgern nahe, ihre Unterschrift unter die Projektziele zu setzen. Die ließen sich nicht lange bitten und versprachen, die Vorschläge – sofern sie denn realisierbar seien – so bald wie möglich umzusetzen.

Warum ich immer zu spät komme…

…die Schuldigen sind die Straßenbahnampeln!

Ich will morgens mit der Bahn zur Schule und dann stehe ich an einer Ampel und schon ist die Bahn weg.

Kennst du das auch?!

Wollt ihr auch, dass das aufhört? Dann hinterlasst einen Kommentar mit der Situation in der du warst und schreibe was du ändern  willst!

Pressemitteilung der Stadt zum Thema Beleuchtung der Mundenhoferstraße

Wir freuen uns wirklich sehr, dass es so schnell einen Erfolg für die Gruppe gab, die auf das Fehlen der Straßenlampen an der Mundenhofstraße aufmerksam wurde!

Hier die Pressemitteilung der Stadt Freiburg

Projekt „Sicherheit und Ordnung in Freiburg“
Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit: Stadt verbessert Beleuchtungssituation
Zur Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum und zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsempfindens hat das Garten- und Tiefbauamt an fünf Standorten im Freiburger Stadtgebiet die Beleuchtungssituation verbessert.

Anhand von Vorschlägen, unter anderem aus der Bürgerschaft (damit seid ihr gemeint) und von den Bürgervereinen, wurden in Abstimmung mit der Polizei Prioritäten gesetzt, um an verschiedenen Standorten die Beleuchtungssituation zu verbessern.
An fünf Orten wurden bereits Lichtanlagen aufgestellt:
1. am bisher unbeleuchteten Teilstück entlang der
Mundenhofstraße, damit unter anderem die Kinder und
Jugendlichen den Sportplatz durchgängig im Hellen erreichen
können
2. an der Kreuzkopfstraße zwischen Freiburg und Merzhausen
3. am Ludwig-Frank-Weg zwischen Escholzstraße und dem
Hallenbad Haslach
4. am Tennenbacher Platz rund um den Brunnen
5. an der Rampe zum Steg über die Elsässer Straße
An folgenden Standorten werden noch in diesem Jahr Leuchten angebracht: an der Johanniskirche, am Hauptbahnhof am Treppenabgang zur kleinen Bismarckallee und an der Unterführung zur Stadt, an der Unterführung in der Mathildenstraße und auf dem Parkplatz am Wiehre Bahnhof.

8er-Rat gewinnt Sonderpreis für Politische Bildung

Hier eine super Neuigkeit für alle 8er-Räte! Wir haben für das Projekt einen Preis gewonnen! Unter dem Motto „Klartext für Demokratier“ wurden deutschlandweit Projekte gesucht, bei denen Kinder oder Jugendliche etwas über Politik lernen und sich in die Politik einmischen können. Es gab knapp 70 Bewerbungen und nun stehen die vier Siegerprojekte fest.

Im Juni findet in Berlin die Preisverleihung statt. Benni, Jürgen und Tine werden vor Ort sein und der 8er-Rat wird dort in Form von Fotos und einem Video präsentiert. Wir werden eure Projekte würdig vertreten und euch dann bei der Abschlusskonferenz berichten wie es war! Hier könnt ihr euch anschauen, was die anderen Preisträger in den Projekten gemacht haben.

Der Preis Politische Bildung wird alle zwei Jahre mit einem jeweils wechselnden thematischen Fokus ausgeschrieben.
Er wird vom Bundesausschuss Politische Bildung e.V. (bap) mit Unterstützung durch und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für
Familie,Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb vergeben.

 

Arbeitsgruppentreffen im März

Beim Treffen am Freitag sind alle Gruppen richtig in die Themen eingetaucht und haben begonnen an ihren Ideen, Forderungen und Wünschen zu arbeiten. Manche Gruppen waren nicht im Haus der Jugend, sondern direkt vor Ort unterwegs. Zum Beispiel am Bolzplatz in Weingarten oder im Quartier Zehntsteinweg. Andere Gruppen hatten Besuch von ExpertInnen. Zum Beispiel eine Mitarbeiterin von Tritta, die Projekte zur Selbstverteidigung für Mädchenarbeit vorstellte, aber auch ein Sozialarbeiter der Jugendarbeit Rieselfeld, ein Mitglied der AG Verkehr Rieselfeld und ein Mitarbeiter des Netzwerk Vielfalt Freiburg. Auf jeden Fall konnte man bei diesem AG Treffen eine richtige Arbeitsatmosphäre im Saal erleben und in der Pause gab´s wie immer gute Stimmung im 8er-Rat. Mehr zu den einzelnen Gruppen findet ihr unter „Arbeitsgruppen“.

Hier nochmal die mit euch besprochene Einladung zum WhatsApp Chat:

Manchmal gibt es zwischen den 8er-Rats Treffen Infos oder Fragen, die wir euch gerne stellen würden oder die wir mit euch teilen wollen. Zum Beispiel sollt ihr mit entscheiden, wenn wir jemanden einladen aber auch Links zu Veranstaltungen oder Infos, die die Gruppe betreffen. Aber wir erreichen nur eure LehrerInnen und nicht euch! Was wir uns überlegt haben: Wir würden gerne mit euch in WhatsApp Gruppen kommunizieren!

Schickt eine WhatsApp Nachricht an die Handynummer des Jugendbüros 0170 4703203. In der Nachricht schreibt ihr euren Namen und die Gruppe in der ihr seid. Wir machen den Rest. Eure Nummer verwenden wir nur dafür und geben sie an Niemandem weiter! Wer kein WhatsApp hat: Kein Problem, ihr bekommt die Infos dann von euren MitschülerInnen oder könnt uns anrufen.

 

8er-Räte besetzen den Gemeinderatssaal

Freiburger Rathaus – Wo sonst die 48 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Politik machen sitzt an diesem Freitagvormittag der 8er-Rat. Mikrofonanlage, Regierungsbank, ein Schild mit „Sitzung 8er-Rat“ am Eingang – das ist etwas Besonderes und man sieht euch Schülerinnen und Schülern an, dass ihr das irgendwie aufregend findet. Das Treffen startete mit einem gemeinsamen Rückblick auf die Konferenz im Januar. Anschließend wurde in den Themengruppen gearbeitet und ihr habt Ideen geschmiedet, wo es mit eurem Projekt konkret hingehen soll. Ein Highlight war das Präsentieren eurer Ergebnisse vor der großen Gruppe. Jede/r die/der wollte konnte einmal an die Regierungsbank treten – vorne, wo sonst die BürgermeisterInnen sitzen – und vorstellen was die Gruppe plant. Die anderen Schülerinnen und Schüler konnten Fragen stellen und euch Tipps geben. Wir haben viele tolle Fotos von diesem einmaligen Treffen im Gemeinderatssaal.